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Alternativen und Perspektiven
Versuch einer sinnvollen Definition für Ökologie in der Architektur:
- Bei der Produktion und dem Betrieb eines Gebäudes ist darauf zu achten, dass keine
umweltbelastenden und gesundheitsschädlichen Stoffe freigesetzt werden. Gebäude sind so zu errichten, dass
durch deren Bau und Betrieb ein Risiko für die Gesundheit von Mensch und Umwelt ausgeschlossen ist.
- Der sparsame Umgang mit der bislang nur begrenzt vorhandenen Energie auf unserem Planeten ist Voraussetzung.
- Genauso sparsam ist mit den Recourcen an Rohstoffen umzugehen, ausserdem sind, wenn möglich, recyclebare
Baustoffe einzusetzen.
- Nach Möglichkeit sind auch regenerative Energieträger einzusetzen, vor allem aber ist die kostenfrei und umweltfreundlich
zur Verfügung stehende Solarenergie in passiver und aktiver Weise zu nutzen.
Der heutige Umgang mit dem Thema Ökologie erfüllt keine einzige dieser Vorgaben.
Wie also kann eine zukünftige Architektur
aussehen?
Baustoffe Lehm, Holz und Glas:
Als natürliche und umweltverträgliche Baustoffe stehen uns in ausreichender Menge Holz und Lehm zur Verfügung.
Die Vorteile von Lehm im Einzelnen:
- Lehm ist ein angenehmes und warmes Material. Verputzt (mit Lehmputz) und geweisselt sieht eine Lehmwand übrigens
genauso aus wie eine normaler verputze Ziegelwand. Wetten dass sie schon in ganz vielen Lehmhäusern waren, ohne es
überhaupt zu merken?
- Lehm ist ein in seiner Struktur unveränderter, natürlicher und giftfreier Baustoff.
- Lehm verschafft ein angenehmes und gesundes Raumklima. Lehm regelt z.B. den Feuchtehaushalt von Wohnräumen
auf natürliche Art, in dem er Feuchtigkeit aufnimmt, wenn zuviel davon da ist, sie aber auch wieder
abgibt, wenn das Raumklima zu trocken wird.
- Lehm hat eine sehr gute Wärmedämmung, vor allem wenn es sich um (Stroh-) Leichtlehm handelt.
- Lehmprodukte verbrauchen bei ihrer Herstellung ca. 5 Prozent der Energie, die benötigt wird um z.B.
Ziegel oder Beton herzustellen.
- Lehmvorkommen gibt es fast überall auf der Welt, ca. ein drittel aller Häuser dieser Welt sind ohnehin
schon Lehmhäuser.
- Das verarbeitete Holz braucht keine (giftigen) Holzschutzmittel, da Lehm einen natürlichen Holzschutz bietet.
- Lehm ist voll recyclebar.
Seine Nachteile:
- Lehmbau ist derzeit noch ca. 20 Prozent teurer als konventionelle Baukonstruktionen.
Der moderne Lehmbau wird, im Zusammenhang mit passiver und aktiver Solarenergienutzung
die Architektur des 21. Jh. revolutionieren.
Passive und aktive Solarenergienutzung:
das bedeutet: Wintergartenarchitektur und Solarzellen -bzw. Kollektoren auf dem Dach. Dadurch wird sich Architektur
formal sehr verändern. Ein nach ökologischen Gesichtspunkten entworfenes Gebäude wird völlig
anders aussehen als unsere bislang üblichen Einfamilienhäuser. Es geht ja nicht darum, an unsere konventionellen
Wohnhäuser Solarzellen anzuschrauben, und Wintergärten davorzustellen. Die genannten Bauteile werden
sich zu einem harmonischen Gesamtentwurf fügen
Einschränkung der Oberflächenversiegelung.
In konsquenter Form nur lösbar mit einem extensiv bzw. intensiv begrünten Dach. In der Tat, nur beim Grasdach
landet das Regenwasser dort wo es hingehört, und gibt es an seine Umwelt in der natürlich vorgesehen Weise
wieder ab. Auch das wird die Architektur revolutionieren. Durch moderne, Bituminöse Wurzelschutzbahnen
ist ein Gründach technisch einwandfrei zu realisieren. Im übrigen ist ein begrüntes Dach ein
hervorragender Schutz gegen mechanische Beschädigungen.
Humus ist ein natürlicher und kostenfreier Wärmedämmstoff. Nehmen sie ihn einfach von der Stelle weg,
wo sie das Haus hinbauen möchten, und verteilen Sie ihn anschliessend wieder auf dem Dach!
Denken Sie einmal darüber nach, wie es denn sein könnte in einem solchen Gebäude zu wohnen. Gerne können Sie
uns auch Ihre Meinung dazu mitteilen. Unsere E-mail-Adresse lautet: Support@bau-igel.de.
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Copyright © 1989 - 2000 by Dipl.-Ing. Alexander Ott,
all rights reserved.
[ Hinweise zum Copyright ]
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