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Wer von der neuen WSchVO profitiert:
Der Gesetzgeber erlässt immer schärfere Bedinungen für die Wärmedämmung von
Neubauten. Dadurch werden vor allem Unternehmer der Baustoffindustrie angehalten,
viel Geld und Energie dafür aufzuwenden, die k-Werte ihrer Produkte zu verbessern.
Den dadurch entstehenden hohen Energie- und Kapitalaufwand lassen sich die Unternehmer
natürlich teuer von den Bauherren bezahlen.
1.) Die Baustoffindustrie:
In erster Linie profitiert also die Baustoffindustrie, allen voran die Hersteller von
Wärmedämmprodukten, die Chemische Industrie mit ihren Schaumkunstoffderivaten, ferner profitieren auch Fensterbauer,
Hersteller von Isolierverglasungen und
von Aussenwandbausteinen davon, wobei ich glaube, dass es sich bei denen in Grenzen hält.
Die meissten Wärmedämmstoffe, vor allem die so hoch wärmedämmenden Hartschäume, aber auch
Faserdämmstoffe in der Dachhaut, sind mehr oder weniger gesundheitsschädigend, und produzieren
bei ihrer Herstellung Umweltgifte. Ganz zu Schweigen von dem sehr hohen Energieaufwand der zu
deren Herstellung aufgebracht wird, und welcher in keine Energiebilanzrechnung einfliesst.
2.) Die Bauherren/innen der hochwärmegedämmten Häuser
profitieren nur insofern, dass sie ein beruhigtes Gewissen haben, weil sie sich in dem Wissen wiegen,
ein Niedrigenergiehaus zu besitzen, und damit dem Umweltschutz und dem sparsamen Umgang mit
Energie genüge getan haben.
Wieviel Energie (und Geld) man einsparen kann durch Niedrigenergiebauweise:
Wenn man die Mehrkosten einer hochwärmedämmenden Aussenwandkonstruktion einmal einer Amortisationsrechnung
zugrundelegt, gegenüber einer konventionellen/traditionellen Bauausführung, so stellt man
fest, dass die Amortisationszeiten durch die Bank so zwischen 15 und 20 Jahren liegen!
Haben Sie das gewusst?
Wie sparsam das Gebäude durch seinen Betrieb tatsächlich ist, interessiert erst
einmal niemanden, ausser dem Bauherrn, der die jährliche Quittung des Heizölliferanten
entgegennimmt. In den meissten Fällen fehlt ihm leider die Vergleichsmöglichkeit, wieviel
sein aufwendig geplantes Niedrigenergiegebäude tatsächlich sparsamer im Umgang mit der
wertvollen Heizenergie ist.
Fazit:
Entweder bauen Sie Ihr neues Gebäude nach dem heute bestmöglichen Wärmeschutz, in dem
Wissen, dass Ihre Kinder und Enkel dieses Gebäude dann einmal preisgünstig beheizen
können, und machen ihnen das zum selbstlosen Geschenk. Keinesfalls aber sollten Sie glauben,
dass Sie ökonomisch sinnvoll handeln, wenn Sie Ihr Gebäude in teure Wärmedämmung einpacken.
Oder aber sie
planen Ihr Gebäude konventionell, und so, dass die gesetzlichen Vorschriften gerade mal so
eingehalten werden können. Denn Sie wissen, dass Sie damit auch langfristig für Ihren
Geldbeutel die richtige Entscheidung treffen.
Sollten Sie allerdings aus Ihrer Überzeugung heraus
und aus Gründen ganzheitlicher
Betrachtung von Energieprozessen ein ökologisch sinnvolles Gebäude erstellen wollen, welches
bei seiner Herstellung wenig Energie verbraucht, preisgünstig zu unterhalten ist, und noch dazu
aus gesunden Baustoffen besteht, gibt
es eigentlich nur eine Alternative:
der moderne Lehmbau (siehe: Alternativen & Perspektiven).
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Copyright © 1989 - 2000 by Dipl.-Ing. Alexander Ott,
all rights reserved.
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